Altersflecken sind bräunliche, wenige Zentimeter große Pigmentflecken auf der Haut. Sie zählen zu den gutartigen Hautveränderungen.
Altersflecken bilden sich durch Pigmentansammlungen in der Oberhaut. Sie entstehen, wenn Hautzellen durch langjährige UV-Bestrahlung, bzw. durch die dadurch vermehrt anfallenden freien Radikale, geschädigt werden.
Altersflecken können mit hochdeckendem Make-up (Camouflage) abgedeckt sowie längerfristig mit Bleichcremes und verschiedenen physikalischen, chemischen und mechanischen Schälverfahren behandelt werden. Besonders effektiv und unter Schonung des umgebenden Gewebes können Altersflecken heutzutage durch eine Laser-Behandlung entfernt werden.
Wie allen Zeichen der Hautalterung kann man auch der Entstehung von Altersflecken in erster Linie durch den Schutz vor übermäßiger Sonnenbestrahlung vorbeugen. Zusätzlich sollte man Genussgifte wie Alkohol und Tabakrauch, die ebenfalls zur vermehrten Bildung freier Radikale beitragen, meiden und das körpereigene Schutzsystem gegen diese aggressiven Sauerstoffmoleküle durch eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien wie Vitamin C, E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen unterstützen.
Altersflecken: Definition
Altersflecken (Alterspigmentierung, Lentigo senilis, Lentigo solaris) zählen wie Muttermale und Sommersprossen zu den Pigmentflecken. Die bräunlichen Flecken können bis zu einigen Zentimetern groß sein. Sie entstehen durch eine lokal vermehrte Ablagerung des bräunlichen Pigments Lipofuszin in der Oberhaut. Die Veränderungen sind gutartig, stellen für die Betroffenen aber häufig ein kosmetisches Problem dar.
Altersflecken treten bevorzugt an den Stellen des Körpers auf, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, wie Handrücken, Unterarme, Gesicht und Dekolleté. Helle Haut, Sonnenbrände oder häufige Sonnenbäder auch ohne Sonnenbrände, begünstigen ihre Entstehung.
Je nach Ausmaß der Sonnenbestrahlung können Altersflecken schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten; bei über 60-Jährigen sind in Deutschland über 90 Prozent von ihnen betroffen. Besonders häufig treten Altersflecken bei hellhäutigen Menschen auf. Altersflecken sind im Gegensatz zu den klassischen Sommersprossen dauerhaft sichtbar.
Altersflecken: Ursachen
Altersflecken sind Lichtschäden der Haut, die durch langjährige UV-Bestrahlung entstehen. Sie entstehen, wenn sich das bräunliche Pigment Lipofuszin, welches als Endprodukt aus der Oxidation von ungesättigten Fettsäuren der Biomembranen entsteht, anhäuft. Man nennt dieses auch Alters- oder Abnutzungspigment.
Besonders die Zellen der Haut sind den durch UV-Licht entstehenden freien Radikalen, bei denen es sich um hochreaktive Oxidationsmittel handelt, ausgesetzt,. Die Haut verfügt über ein komplexes Schutzsystem, um diese aggressiven Sauerstoffmoleküle in Schach zu halten. Verschiedene Antioxidanzien (Vitamin C, E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen) unterstützen sie dabei. Durch intensive Sonneneinstrahlung erhöht sich jedoch nicht nur die Entstehung von freien Radikalen, gleichzeitig nimmt auch der Gehalt an schützenden Antioxidanzien in der Haut rasch ab.
Neben UV-Licht fördern auch Genussgifte, wie z.B. Alkohol und Tabakrauch, insbesondere die im Rauch enthaltene Chemikalie Benzpyren, sowie verschiedene Medikamente und Nitrate bzw. Nitrite aus der Nahrung eine Überproduktion anfFreien Radikalen und die damit verbundene Zellalterung.
Altersflecken: Symptome
Altersflecken machen sich durch hellbraune, unregelmäßige Flecken der Haut bemerkbar. Sie finden sich bevorzugt an den Stellen des Körpers, die besonders der Sonne ausgesetzt sind, wie Handrücken, Unterarme, Gesicht und Dekolleté. Altersflecken können bis zu einigen Zentimetern groß sein und treten typischerweise in fortschreitendem Alter auf.
Altersflecken: Diagnose
Üblicherweise beurteilt der Arzt die Flecken mittels einer Dermatoskopie. Dabei betrachtet er die Hautveränderungen durch das aufgesetzte Dermatoskop, ein Gerät mit achromatischer Linse (achromatisch = System aus Sammel- und Zerstreuungslinse) und Halogenlampe. Eine Behandlung – ob physikalisch, chemisch oder mechanisch – darf nur vorgenommen werden, wenn die Diagnose „Altersflecken“ zweifelsfrei feststeht. In jedem Fall muss ausgeschlossen werden, dass sich hinter den braunen Hautverfärbungen etwas anderes, wie z.B. ein Hauttumor (Melanom), verbirgt.
Altersflecken: Therapie
Ein schneller Weg, um Altersflecken verschwinden zu lassen, ist die so genannte Camouflage, die kosmetische Abdeckung mit einem extrem deckenden Make-up. Sie birgt keine Risiken, hilft sofort und bietet sogar noch einen sicheren Sonnenschutz. Nachteil ist jedoch, dass die Prozedur mit Farbauswahl und Auftrag sehr aufwändig ist, am besten von einer kosmetischen Fachkraft durchgeführt werden sollte und nur bis zur nächsten gründlichen Hautreinigung hilft.
Längerfristig wirksame Methoden zur Behandlung von Altersflecken sind die Kältetherapie und verschiedene Bleich- und Schälverfahren. Bei ihnen besteht jedoch die Gefahr einer ungewollten Farbveränderung der behandelten Hautareale, wobei auch die angrenzenden, normal pigmentierten Bereiche mitbetroffen sein können.
Bleichmittel
In den heute üblichen Bleichcremes sind verschiedene chemische Substanzen wie z.B. Vitamin-A-Säure-Derivate oder Brunnenkresse-Extrakt enthalten, deren Wirkmechanismen sich grundlegend unterscheiden. Während Brunnenkresse-Extrakte einen ausgeprägten Bleicheffekt haben, kommt es durch Vitamin-A-Säure-Derivate zu einer Schälung der Oberhaut. Insbesondere bei hohen Konzentrationen kann dabei die Haut stark gereizt werden. Daher gibt es kortisonhaltige Kombinationspräparate, die einer zu starken Reizung vorbeugen sollen.
Bei der Verwendung der verschiedenen Präparate kann es zu Unverträglichkeiten mit Rötungen, Juckreiz und Quaddeln kommen, deshalb sollte man die Cremes vor Behandlungsbeginn an einer kleinen Stelle, z.B. auf der Handgelenksinnenseite, testen. Außerdem können die Inhaltsstoffe in Verbindung mit UV-Bestrahlung zu Hautreizungen führen. Man sollte sie deshalb am Abend und möglichst in der sonnenarmen Zeit des Jahrs anwenden. Da die Cremes auch auf die angrenzenden, nicht pigmentierten Hautareale einwirken, sind sie vornehmlich für größere Flecken geeignet und sollten nicht zu lange und möglichst unter ärztlicher Aufsicht angewandt werden. Einige Präparate sind sogar verschreibungspflichtig.
Mechanische Methoden
Mechanische Methoden zur Behandlung von Altersflecken sind die Dermabrasion, bei der die oberste Hautschicht abgeschliffen wird, das Fruchtsäure-Peeling und die Kältetherapie (Kryopeeling), bei der die oberste Hautschicht mit flüssigem Stickstoff vereist wird. Die behandelten Stellen verschorfen, unter dem Schorf bildet sich neue, normal pigmentierte Haut. Bis zur vollständigen Abheilung sollten Sonnenstrahlung vermieden und Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor verwendet werden.
Laserverfahren
Gezielter lassen sich Altersflecken mit modernen Laserverfahren, z.B. mit dem Alexandrit-Laser, Erbium-YAG-Laser oder Rubinlaser entfernen. Diese Laser zerstören selektiv die Pigmente in der Haut und machen sie abbaubar, wobei gleichzeitig das umliegende Gewebe geschont wird. Häufig können die Flecken in nur einer Sitzung entfernt werden.
Die verwendeten Wellenlängen liegen im roten und infraroten Bereich:
- Rubinlaser: 694 nm
- Alexandrit-Laser: 755 nm
- Erbium-YAG-Laser: 1064 nm; 532 nm
Durch die Wahl dieser spezifischen Wellenlängen wird Licht des Lasers von den dunklen pigmentreichen Strukturen wesentlich stärker aufgenommen als von der normalen Haut. Dadurch zersprengt der Laser selektiv Farbpigmente bzw. die Hautzellen, die diese Pigmente enthalten. Die Lichtenergie wird im Gewebe in Hitze umgewandelt. Während der Impulse können so im Zielgewebe Temperaturen von über 1.000 Grad erzeugt werden. Da die Energiestöße aber extrem kurz sind, wird das umliegende Gewebe nicht in Mitleidenschaft gezogen.
An den geschädigten Hautstellen bildet sich eine Entzündung. Es kommt zu einer Dunkelfärbung und einem Brennen, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand, welches ungefähr zwei Tage anhält. Im Rahmen der Entzündung werden die körpereigenen Fresszellen (Makrophagen) aktiv, nehmen die Farbpartikel auf und transportieren sie ab. Weitere Farbteilchen werden mit dem Abfallen der Krusten, die sich an den behandelten Stellen bilden, entfernt. Nach etwa zehn bis vierzehn Tagen ist die Haut abgeheilt. Auch hier gilt: Nach der Behandlung Sonnenbestrahlung meiden bzw. Sonnenblocker verwenden, bis die Haut komplett abgeheilt ist. Am besten führt man derartige Behandlungen in der sonnenarmen Zeit des Jahrs durch.
Altersflecken: Verlauf
Komplikationen
Bei Altersflecken kommt es zu keinen medizinisch relevanten Komplikationen. Im Anschluss an Peeling-Therapien besteht jedoch auf den behandelten Hautregionen eine erhöhte Gefahr von Infektionen und Entzündungen.
Nachsorge
Aufgrund der erhöhten Infektionsgefahr sollten im Anschluss an Peeling-Therapien Antibiotika eingenommen werden. Außerdem kann die Heilung der betroffenen Hautregionen durch spezielle Pflegemittel unterstützt werden.
Ob mit oder ohne kosmetische Behandlung: Regelmäßige Kontrollen beim Arzt sind empfehlenswert, um weiterhin verlässlich Altersflecken von bösartigen Hautveränderungen zu unterscheiden.
Altersflecken: Vorbeugen
Je heller die Haut ist und je mehr Sonne sie im Leben ausgesetzt war, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass Altersflecken auftreten. Die einfachste Art, den Zeichen der Hautalterung wie Elastizitätsverlust und auch Altersflecken entgegenzuwirken, sind deshalb, zu starke Sonnenbestrahlung zu vermeiden sowie ausreichender Sonnenschutz, z.B. in Form von Tagescremes mit einem hohen Lichtschutzfaktor, zu verwenden.
Ergänzend sollte auf eine ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien (Vitamin C, E, Carotinoide, Coenzym Q10, Bioflavonoide, Zink und Selen) geachtet werden. Insbesondere Vitamin E (Tocopherol) spielt bei der Vorbeugung von Altersflecken eine große Rolle, da es, innerlich wie auch äußerlich angewendet, die Fette der oberen Hautschicht vor Oxidation schützt. Doch auch die anderen Antioxidanzien sollten in ausreichendem Maße vorhanden sein, da sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung unterstützen, sozusagen ein antioxidatives Netzwerk bilden. Außerdem sollte Tabakrauch und Alkohol vermieden werden, um der übermäßigen Bildung freier Radikale und damit der Hautalterung entgegenzuwirken.
Weitere Informationen
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